Spirituelles

Zurück zu den Ursprüngen

Es tut sich wieder etwas auf spiritueller Ebene, und diesmal wohl in großem Stil:
Das aktuelle Thema ist 2012. Am 21. Dezember 2012 endet - mit großer Wahrscheinlichkeit - der aktuelle Zyklus des uralten Maya-Kalenders. Neben diversen Katastrophen-Theorien, Weltungergangsszenarien und Fantastereien gibt es auch die Theorie, dass es "nur" einen Bewusstseinswechsel auf der Erde geben wird. Eine Art kollektives Umdenken. Das wiederum wird nicht schlagartig einfach stattfinden, sondern wird hier und jetzt sozusagen vorbereitet.

Wenn man ein bisschen wach ist für derartige Dinge, fällt auf, dass sich viele Leute "plötzlich" für die Ursprünglichkeit der Dinge interessieren - altes Handwerk, Naturerleben, Sinnsuche.

Mich selbst zieht das Buchbinde-Handwerk an, der Gedanke ploppte völlig unvermittelt auf, als ich im Sommer bei meiner Mum in Urlaub war. So aus dem Nichts. Und lässt mich auch definitiv nicht mehr los.
Auch die Wurzeline hatte über denselben Beruf schon - unabhängig von mir - sinniert, während der Steinwolf mit der Schmiedekunst liebäugelt.

Andere liebe Menschen um mich rum bearbeiten Holz und Kupfer, widmen sich der Sejjerlänner Backeskultur, werkeln und nähen mit Leder oder legen sich Selbstversorger-Gärten an.

Ich kann nicht so recht glauben, dass ich das alles in den letzten Jahren nur nicht wahrgenommen habe; ich glaube wirklich, dass jetzt die Zeit dafür ist. Die, die "magische Fühler" haben, sind auf irgendeine Art und Weise in Bewegung. Und die, die sie nicht haben... naja, die bleiben in ihrem Weltfilm hängen.

2012 also. Das Datum und der Mayakalender als solches waren mir ewig nicht im Bewusstsein, und durch "Zufall" landete ich bei einem youtube-Video. Und ein ebensolcher "Zufall" war's - ein Kommentar in einer Mail - dass ich erfuhr, dass die Thematik gerade aktuell ist.

Meine Vorstellung: Untergang der materiellen Struktur. Weltwirtschaftskrise. Entwertung von Geld. Wer jetzt "sein Handwerk lernt", kann sich schneller wieder aufrappeln. Das Umdenken findet im Zwischenmenschlichen statt. Für die Menschen arbeiten - und nicht für Geld. Vielleicht gibts ja noch die große Katastrophe vorher. Warum nicht, das hätte was Reinigendes. Alles auf Null.

Eine schrecklich schöne Vorstellung, irgendwie.

Lughnasadh

... ist vorbei; ich habe das Schnitterfest nicht "gefeiert", sondern für mich im Stillen ein paar Gedanken dazu im Raum schwirren lassen, und meinen "Altar" (ich tue mich aus mir nicht bekannten Gründen schwer mit dieser Bezeichnung, finde "Jahreszeitentisch" aber auch wieder nicht feierlich genug...) umdekoriert:


[Klick zum Vergrößern!]

Dann gab's vom Mittelalterfest auf Burg Wallenstein am Wochenende ein ganz leckeres Roggenbrot und eine mindestens genauso leckere Flasche Met. *mjam*

Ich mag diese Zeit unheimlich gerne, der Sommer, der allmählich in den Spätsommer übergeht... Die Farben ... das Licht der Sonne, die schon so einen leichten Abschiedsschimmer trägt ... Ganz herrlich ist das. Und oben in Homberg auf der Burg hat man diesen grandiosen Blick auf endlose Dörfchen und Felder. *schwärm*

Interessanterweise erzählen die Kinder im Kindergarten ständig von Schnee und Schneemännern, vom Nikolaus und von Weihnachten. Begonnen haben sie damit ziemlich genau zur Sommersonnenwende.
Ist doch immer wieder spannend zu erleben, dass alles immer einen Gegenpol hat.

Das ist Leben.

Lebendiger Stein

Als ich das erste mal an den Bruchhauser Steinen war, kam mir schon der Gedanke "hier müsste man mal ne Nacht bleiben".

Der Rothaarsteig hat ja nun prompt wettertechnisch nicht mehr geklappt. *brr* Als kleine Entschädigung machte ich mich also gestern um 19 Uhr mit einem lieben Menschen auf den Weg nach Bruchhausen. Sonnenschein, schöne Ausblicke und Bob Marley untermalten die anderthalbstündige Fahrt. Angekommen ging's schnellstmöglich hinauf zum Feldstein, um von dort einen wunderschönen Sonnenuntergang zu erleben.

Bei Cab und Gewürzdocht ließ es sich dort oben außerordentlich gut knapp zwei Stunden im schneidenden Wind aushalten, zumal der Stein noch ganz viel Wärme abgab.

Es ist überhaupt ein sehr schöner Stein, der Feldstein. Er ist nicht zu kantig, sondern hat immer genau die richtigen Kerben und Kuhlen, um bequem dort zu sitzen. Ein Bäumchen wächst auch auf ihm und es weht immer ein scharfer Wind, nie ist es völlig windstill da oben. Trotzdem hat man das Gefühl, man ist dort willkommen. Wobei es ein kleines Abenteuer ist, im Dunkeln auf dem Stein rumzuklettern, vor allem wenn man meint, das Bäumchen mal von nahem begrüßen zu müssen. *lach*

Unser Nachtlager schlugen wir kurz unter dem Gipfel auf, wo es eine kleine Höhle gibt. Die mitgebrachten Teelichter fanden Platz in Nischen und Eckchen und perfekt war's, als der Mond zwischen den Wolken aufging, den wir kurzerhand anheulten. Ein bisschen didgen hier, ein bisschen singen da... Lachflashs und diverse Wahrheiten, Tee und Rotwein und noch mehr Kräuter ließen die Zeit schnell vergehen, immer im Wind. Der pfiff so heftig, dass er sogar mein am Fels lehnendes Didge zum klingen brachte. Natürlich nicht in diesem schönen, vollen Urklang, sondern in einem leisen Raunen.

Die Nacht war schweinekalt, aber wunderschön, im Mondlicht unter Sternenhimmel. Und der morgen brachte eine leider viel zu schwache Morgensonne, dafür aber lebendiges Gebrumm von einem kleinen Erdhummelschwarm, der gerade dabei war, Vorräte ins Hummelhaus zu schaffen. Voll knuffig, irgendwie.

Um 9 Uhr waren wir wieder daheim, und ich bin direkt nochmal für drei Stunden ins Bett gefallen. Und nun sinniere ich über meine neusten Luftschlösschen, und prüf sie gedanklich mal auf Standfestigkeit ...

Geträumt vom Fliegen

Jedes Kind und jeder Jugendliche träumt in den verschiedenen Phasen einer unbewussten und bewussten Ablösung von den Eltern vom Fliegen, von Freiheit, von dem Sturz ins Ungewisse, der Flucht nach vorne. Es variieren der Ort, die Vorgeschichte im Traum, die Art des Fliegens.

Vor Kurzem kam ich mit dem Steinwolf auf das Thema, und wir stellten fest, dass sich sowohl die Orte, als auch die Geschichte dieser "Fliegerei-Träume" erstaunlich ähnlich waren. Habe hinterher nochmal kurz dran überlegt, und mir ist eingefallen, dass mein "Absprungsort" ein Fenster in einem österreichischen Bauernhof war, auf dem ich in meiner Kindheit ein paar wunderschöne Ferien verlebt hab.

Vorhin war ich bei meinem Paps, und wir stellten fest, dass wir beide den Wunsch haben, nochmal zu diesem Hof zu reisen, von dem wir nicht wissen, ob er noch in der Form wie früher existiert. Wir ließen Bilder aus unserer Erinnerung entstehen, und wie er sich an den Ausblick aus diesem einen Fenster erinnerte, erwähnte ich, dass das mein "Absprungfenster" gewesen ist, als Kind.

Und war erstaunt zu erfahren, dass es auch seins war, in seinen Träumen, in seiner Kindheit.

Es gibt keine Zufälle.

Gedanken

Es gibt keine Zufälle. Zumindest nicht bei Begegnungen.
Alles auf der nicht-materiellen Ebene hat seine Bedeutung, seinen Sinn und Zweck, für unser eigenes Leben.

Fragte mich jemand "aha, woher weißt Du, dass das so ist?" würde ich sagen "Ich weiß es eben." Teils aus eigener Erfahrung, teils aus Gesprächen mit anderen, die ihre Erfahrungen mit mir teilten, teils natürlich auch aus Büchern, die in diese Richtung gehen.

Habe gestern am Stück das Buch "Traumfänger" von Marlo Morgan gelesen.
Ach was, aufgesogen wie ein Schwamm habe ich dieses Buch. Es hat mich tief beeindruckt und bewegt. Und viel angestoßen, gedanklich. Ein Stückchen Bewusstsein geöffnet. Nicht geschaffen, denn das war da, aber nochmal geschärft.

Jeden Tag aufzuwachen, und sich freuen, am Leben, am Sein - das schaff ich noch nicht. Wenn der Wecker klingelt, hab ich einfach erstma son "och nöö" - Gedanken. Aber das Leben lieben, die Natur, die Ursprünglichkeit, das "große Ganze", das tu ich. Und mich als einen Teil davon ebenso. Und das werde ich ab Sonntag ganz intensiv zelebrieren.

Dann gehts auf den Rothaarsteig. Mit Zelt und Rucksack. Es ruft.

Genauso, wie mich Irland ruft, wohin ich mich im Oktober aufmache. Zwar nur eine Woche, aber irgendwie ... liegt da was in der Luft. Eine Möglichkeit, vielleicht. Zumindest ein Hinweis.

Und wenn man gerufen wird, sollte man folgen. Immer. Egal wohin.

Earthlings

Der komplette Film. Ganz bewusst in der Rubrik "Spirituelles".



Habe mich, nachdem ich den Film nun zum zweiten Mal gesehen habe, nun auch entschlossen, aktiv zu werden - und zwar bei / in / mit der . Und streiche gleichzeitig Gelatine von meinem Speiseplan und Leder aus meiner Klamottenwahl. Gibt ja, zumindest bei den Gummibärchen, leckere Alternativen :-)

Spuren

Wenn man sich so umguckt, um sich rum, stellt man fest: Die Spuren, die wir der Nachwelt hinterlassen, sind nicht halb so spannend, faszinierend und interessant, wie die, die uns unsere Ahnen bereits hinterlassen haben.

Ich erinnere mich an ein Zitat in einem Gästebuch in einer Pilgerherberge auf dem Camino Santiago:
"Seinen Weg gehen. Seinen eigenen Weg. Damit Du Spuren hinterlässt, und nicht nur Sand."

In unserer treibsandigen Oberflächlichkeit werden wir irgendwann noch völlig versinken. Spurlos.

Es ist Zeit, die Seele weiter aufzumachen als die Augen.

"Es ist die Idee von Farben
und die Schönheit ihrer Welt,
die wie die Klänge eines Liedes,
hallen übers freie Feld.
Es ist wie der Klang der Brandung,
wie der Felsen, der sie bricht,
die Natürlichkeit der Dinge,
die Ursprünglichkeit, die spricht."
Zwischen allen Zeiten,
zwischen Welten schlägt mein Herz -
himmelwärts."

(Schaundmaul - Anderswelt)

Weggabelung

Tarotkarten können einem manchmal ne echte Breitseite verpassen. Habe das bei mir selbst schon erlebt, und gestern beim Steinwolf, dem Mann der Wurzeline. Es war das zweite mal, dass ich jemand anderem die Karten legte, und es war ähnlich heftig wie beim ersten mal, als ich für eine liebe Freundin eine Momentaufnahme legte.

Es ist immer wieder völligst faszinierend, was passiert, wenn man sich auf sein Thema, seine Frage konzentriert, und diese Energie in die Karten fließen lässt.

Nun ist jedenfalls eine Entscheidung gefallen, die ganz bestimmt die richtige ist. Das ist einfach so.

Die beiden breiten ihre Flügel in eine andere Richtung aus, während ich meine Wurzeln hier so verankere, dass mir alle meine kommenden Gedankenstürme, die ein ganz wesentlicher Teil von mir sind, nichts anhaben können. Es fühlt sich gut an, für alle Beteiligten, wenn auch ein bisschen wehmütig. Ein bisschen sehr, eigentlich.

Veränderung heißt immer Bewegung, und umgekehrt. Ohne eins gehts andere nicht. Während meine Bewegungsebene gerade ausschließlich die geistige ist, mit der Planung meiner künftigen Kindergartengruppe, ist sie bei den beiden eine komplette Rundumbewegung.

Und gerade sinniere ich so ein bisschen, dass ja nichts für immer ist, und nichts ist endgültig. Und um unser ganz eigenes Schicksal aktiv zu erfüllen, gehts eben nicht immer geradeaus.

Passend klingt gerade Schandmaul aus den Boxen:

"Wir sind die Herren der Winde!
Wir ziehen fort zum Horizont.
Herren der Winde!
Wir sind die Herren der Winde!
Unser Geist euch stets bewohnt."

Das wichtigste ist sowieso: WIR SIND!

Beltaine 2008

Mit vielen neuen Eindrücken im Kreise von lauter netten, witzigen und interessanten Menschen und einem definitiv enorm erweiterten Bewusstsein (höhö) bin ich nun also wieder daheim. Die letzten drei Tage hatten eindeutig Festival-Charakter, nur dass statt Boxengedröhne die Klänge von Gitarre, Trommeln und Didge zu vernehmen waren.

Am Donnerstag Abend war ich zum ersten Mal bei einem derartig großen Ritual dabei (so um die 40 Leute waren in der Jurte), und es war echt schön, wenn auch nicht so heimelig wie im kleinen Kreis.

Spannend find ich es immer wieder, wie sich Dinge verändern, wenn man einen etwas anderen Blick auf sie wirft. Und sich immer einen gewissen Humor bewahrt. :-)

Den man auch braucht, wenn die Temperaturen nachts im einstelligen Bereich sind, es scheiß windig ist und man eingeräuchert von den Feuern mit tränenden Augen an die schöne heiße Dusche zuhause denkt *lach*

Bilder von Beltaine gibt es übrigens bald auf Spirit Voice.

... O-Töne Beltaine 2008 ...

- "... hä?"
- "Womma einen bauen?"
- "Kennste ... ?"
- "Boah, Ole, weißte!?"
- "Wir ham die Jurte schön, wir ham die Jurte schön..."
- "höhö"
- "1 + gelb gibt 2!"
- "orange bleiben, blau denken!"
- [schlurfschluppschlupp]"Kaffeeee?"[schluffschluff]
- "Ich knabber so gerne an Hörnchen!"
- "Baby Baby es gibt REIS!"
- "... Wein?"
- "Kannste ma meine Wurst halten?"
- "... von oben sieht alles kleiner aus als von unten!"

Hab ich was vergessen? Bitte ergänzen :)

Gedankenmühle

Ein Leben, das ich eigentlich erst in ein paar Jahren haben wollte, hätte ich ganz gerne doch schon jetzt. Das weiß ich aber erst seit Kurzem, nachdem mir die Möglichkeit dazu nämlich wieder genommen wurde.

Wenn mich einer fragen würde, was so mein "Thema" der letzten Jahre war und ist, lautete die Antwort: Zerrissenheit zwischen zwei (oft extrem) gegensätzlichen Möglichkeiten und dadurch entstehende Hilflosigkeit bis zum Stillstand.

Eigentlich ist das seltsam. Ich bin ein absoluter Bauchmensch und fälle meine Entscheidungen eigentlich schon "instinkitv", bevor ich sie bewusst durchdenke. Habe auch festgestellt, dass DAS dann die richtigen Entscheidungen waren und sind, im Gegensatz zu denen, die ich erst durchdenke und meine Intuition ignoriere.

Es ist nur allzuoft so, als hätte ich zwei Seelen. Die würde ich ja gerne zusammenführen. Ich weiß nur nicht wie ...

Ich bin aber auch im Moment nicht wirklich "bei mir", denn die letzten Tage hab ich nur irgendwo draußen bzw. bei und mit anderen Leuten verbracht. Somit bin ich auch gerade im übertragenen Sinne wohl nicht so ganz "bei mir".

Vielleicht hab ich ja auch ein bisschen Angst davor.

[Seelenstrip Ende]


Shortcuts

Mein Leben. Online.

Grinsekatze

Oh, ein Gast! Willkommen!


Dorina hat am 10. August gesagt:

~ :-) Freut mich, dasser Dir gefällt!... [mehr]


prestidigitateur (anonym) hat am 07. August gesagt:

~ Manchmal: Meine Gedanken brennen auf der... [mehr]


Maria (anonym) hat am 07. August gesagt:

~ Oh, dieses Bild ist aber ganz besonders schön.... [mehr]


lorretti (anonym) hat am 06. August gesagt:

~ was ist schon glück ... liegt doch viel... [mehr]

Kleingedrucktets

Ich distanziere mich ausdrücklich von den Inhalten der von mir hier verlinkten Seiten - für die kann ich nämlich nichts. Da ich sie aber verlinkt habe, habe ich sie - zum Zeitpunkt des Verlinkens - für gut befunden, heißt: legal, jugend- und virenfrei. Und über Geschmack lässt sich nicht streiten. Ebenso distanziere ich mich von allen nicht von mir selbst verfassten Beiträgen hier auf Shortcuts.

Thx for visiting!

kostenloser Counter

Shortcuts gibts seit dem 11. August 2005 und ist nun online seit 1105 Tagen. Zuletzt aktualisiert am 15. August, 14:10.

Credits: "Odin" by Laika Altenburg Laursen .

Info: Gestaltet für eine Auflösung von 1280x1024px. Beste Optik mit Firefox 3.